| Gefahrenzonen - 1. Terrarienbau |
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Baumaterialien/Glas
• Glas Die Kanten der Glasscheiben sollten gebrochen oder zumindest sehr gut geschliffen sein, sonst besteht Verletzungsgefahr durch Schnittwunden.
• Lack: Es dürfen generell nur Lacke verwendet werden, die nach der vorgegebenen Aushärtezeit keine Dämpfe abgeben --> Vergiftungsgefahr
• Klebeband: Innerhalb des Terrariums darf kein Klebeband verwendet werden, der Terrarienbewohner kann sonst daran hängen bleiben, was besonders kleinere Schlangen das Leben kosten kann. Auch bei grösseren Tieren können so beispielsweise schwere Augenverletzungen auftreten. (http://www.schlangenforum.ch/wbb2/thread.php?threadid=22261)
• Wandverkleidungen: Bei bodenbewohnenden Spinnen ist es ratsam, entweder keine zu hohen Terrarien zu verwenden, oder die Wände so zu verkleiden, dass das Tier nicht abrutschen kann. Falls keine Wandverkleidung verwendet wird, sollte man darauf achten, dass an den Terrarienwänden keine harten oder spitzen Gegenstände wie Steine oder ähnliches platziert werden. Bei einem Absturz der Spinne kann deren Abdomen platzen, was mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit zum Tod des Tieres führen wird.
Belüftung
• Lochblech: In Echsenterrarien haben Lochbleche als Belüftung nichts verloren, da sich die Tiere über kurz oder lang Verletzungen an Fingern und Zehen zuziehen werden. Amputationen sind häufig die Folge. (http://www.schlangenforum.ch/wbb2/thread.php?threadid=24574)
• Belüftung generell: Die Belüftung muss so fein gewählt werden, dass auch Jungtiere nicht hindurchgelangen können (Spinnen, Jungtiere von eilebendgebärenden Schlangen)
• Belüftung generell: Es muss gewährleistet sein, dass ein Belüftungsgitter nicht durch den Terrarienpflegling herausgedrückt werden kann.
Beleuchtung
• Spotlampe: Um jede Spotlampe herum gehört ein Schutzkorb mit so engen Maschen, dass auch Jungtiere den Spot nicht erreichen können. (http://www.schlangenforum.ch/wbb2/thread.php?threadid=10185)
• Leuchtstoffröhren: Auch Leuchtstoffröhren müssen entsprechend abgedeckt sein, damit die Schlange keine Möglichkeit hat, zwischen Röhre und Halterung zu gelangen. Die Röhre könnte im schlimmsten Fall dabei zerbrechen, was hässliche Glasscherben zur Folge hat, so dass sich die Tiere daran verletzen können. Ausserdem enthalten Leuchtstoffröhren Zinksulfid (das Leuchtmittel) und Neon, das sich nicht vollständig von Radon (radioaktiv) trennen lässt. Beim Bruch einer Röhre sollte der Raum daher gut gelüftet, das Zinksulfid weggeputzt und danach nass aufgewischt werden.
• Beleuchtungsdefekte: Wenn eine Leuchtstoffröhre zu flackern beginnt, sollte diese Lichtquelle sofort abgeschaltet werden, bis eine Ersatzröhre eingebaut werden kann. Das Flackern kann die Tiere stressen und stören. Ersatzmaterial (Spots, Leuchtstoffröhren, ev. Heizmatten) sollte immer zur Hand sein.
• Ausweichmöglichkeiten: Die Tiere müssen eine Möglichkeit haben, der Hitze der Spotlampe auszuweichen (Verstecke, Schattenplätze, etc.)
Heizmatten
• Befestigung: Eine Heizmatte muss am Boden gut befestigt sein. Wenn es eine Schlange schafft, unter die Heizmatte zu gelangen, kann dies schwere Verbrennungen verursachen, da sich die Heizmatte fest an den Schlangenkörper drückt und die Hitze so intensiver wird.
• Platzierung: Heizmatten sollten nicht direkt unter einem Glasterrarium platziert werden. Die Hitze hat so keine Möglichkeit, zu entweichen und es kann so passieren, dass die Glasscheibe springt.
• Defekte: Vorsicht vor defekten Heizmatten. Es besteht die Gefahr, dass die Heizmatte durch eine Fehlfunktion zu heiss wird. Die Tiere werden dies aber nicht rechtzeitig merken, ganz ähnlich wie bei einem Sonnenbrand. Den bemerken wir auch erst, wenn es zu spät ist.
Einrichtungsgegenstände
• Steckenbleiben: Enge Löcher oder Spalten, in denen das Tier steckenbleiben kann, sind abzudichten oder zu entfernen (Tontöpfe, zu enge Schlupfboxen, enge Felsspalten). Eine Schlange, die feststeckt, und die man nicht rechtzeitig findet, wird sich so lange zu befreien versuchen, bis sie an Erschöpfung, an Verletzungen durch Aufscheuern der Haut oder an Sauerstoffmangel zugrunde geht. (http://www.schlangenforum.ch/wbb2/thread.php?threadid=20737)
• Rückwand: Eine Rückwand muss so im Terrarium befestigt werden, dass kein Tier durch eine Spalte, Ritze oder sonstige Öffnung hinter die Rückwand gelangen kann. Der Ausbau der Rückwand ist in einem solchen Fall meistens noch das geringste Problem.
• Steine: Scharfkantige Steine haben in einem Terrarium nichts zu suchen, dasselbe gilt auch für hervorstehende Nägel, Schrauben oder Bolzen. Bei Pflanzen ist darauf zu achten, dass keine dornenbewehrten Äste oder Zweige in das Terrarium gelangen, da die insbesondere für wirbellose Tiere gefährlich werden können.
• Sonstige Einrichtung: Alle schweren Einrichtungsgegenstände müssen so verbaut sein, dass sie der Terrarienbewohner nicht verrücken oder hinunterstossen kann.
Bodengrund
• Giftstoffe: Stellt sicher, dass der verwendete Bodengrund frei von Giftstoffen ist.
• Fütterung: Füttert nach Möglichkeit immer ausserhalb des Terrariums. Wo das nicht möglich ist (Echsen, etc.) müsst Ihr einen Bodengrund auswählen, der beim versehentlichen verschlucken keinen Darmverschluss oder sonstige Komplikationen auslösen kann.
Sicherung
• Terrarienschloss: Bei der Giftschlangenhaltung Pflicht, wird ein Terrarienschloss auch bei Vogelspinnen empfohlen, falls ein Schiebetürenterrarium zum Einsatz kommt. Schon junge Spinnen sind bald einmal in der Lage, die Türen selbständig zu öffnen. Wenn sie den Dreh einmal raus haben, werden sie damit immer wieder Erfolg haben.
• Schiebescheiben: Vor Allem kleine Skorpione, aber auch Babyspinnen oder -Schlangen schaffen es bei Terrarien mit Schiebscheiben immer wieder, durche den engen Spalt zwischen diesen Scheiben abzuhauen. Empfehlenswert ist daher eher ein Terrarium mit einer Falltür, oder für ganz kleine Winzlinge eine Faunabox. Bei der Faunabox ist jedoch darauf zu achten, dass die Skorpione den Deckel nicht erreichen können, also Einrichtungsgegenstände nicht zu hoch aufbauen (http://www.schlangenforum.ch/wbb2/thread.php?threadid=21996)
Diverses
• Stromzufuhr: Stromkabel sind so festzumachen und zu isolieren, dass die Gefahr eines Stromschlages ausgeschlossen werden kann. Zu beachten ist dabei auch die Kombination von Strom und Wasser in einem Feuchtterrarium.
• Materialkontrollen: Kontrolliert Glasterrarien regelmässig auf Glasbruch, Sprünge und Risse
• Materialkontrollen: Kontrolliert Holzterrarien regelmässig auf verfaulende und vermodernde Holzplatten (unter dem Wasserbecken, in Ecken, wo ev. Staunässe entstehen kann)
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"It could be that the purpose of your life is only to serve as a warning to others."
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