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Lygodactylus williamsi wird womöglich in den CITES-Schutzstatus erhoben

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    • Lygodactylus williamsi wird womöglich in den CITES-Schutzstatus erhoben

      Hallo zusammen,

      Habe vorhin beim Surfen etwas sehr Wichtiges entdeckt, was alle Lygodactylus williamsi Halter der Welt betreffen kann. Es geht darum, dass die Art Lygodactylus williamsi (und andere) wahrscheinlich in den CITES Schutzstatus erhoben werden (was ich mehr als angemessen finde).
      Diese Tiere sind in der Natur nur knapp vor dem Aussterben und eine grosse Mitschuld daran trägt die Terraristik. Die Tiere wurden massenweise aus ihrem natürlichem Verbreitungsgebiet, dem Kimboza-Forest in Tansania, eingesammelt indem ihre Lebensräume, die Schraubbäume der Gattung Pandanus gefällt wurden und sich somit ihr eingeschränktes Habitat stetig verkleinerte. Viele dieser Tiere überlebten diesen Transport jedoch nicht, und wenn doch, dann verendeten viele noch in Gefangenschaft, da die Weibchen anfällig für Osteomalazie sind.Die Nachfrage nach dem blauen Gecko aus Afrika blieb jedoch stetig sehr hoch, welche aufgrund der geringen Nachzuchtzahlen lange grösstenteils mit dem Import von Wildfängen gedeckt werden musste und somit kam es zu der traurigen Situation, die uns heute gegenüber steht.


      Somit gebe ich euch die wichtigen Tipps:

      -Kauft auf keinen Fall Wildfänge! Häufig werden auch Wildfänge als Nachzuchttiere angeboten. Ich wäre jedoch sehr vorsichtig, wenn der Verkäufer ein mageres, dehydriertes Tier, welches im schlimmsten Fall noch Knochendeformationen aufweist als Nachzucht verkauft. Selbst wenn es eine Nachzucht ist sollten solche Verkäufer sowieso nicht unterstützt werden.



      -Versucht Lygodactylus williamsi so gut es geht nachzuziehen, besonders die Weibchen! Wie hier nachzulesen sollten L. williamsi so gut es geht nachgezogen werden um die Nachfrage zu decken und den Markt für Wildfänge uninteressant zu machen (was mit dem CITES Schutzstatus wahrscheinlich sowieso geschehen würde). Doch trotzdem ist es wichtig, dass auch genügend Weibchen nachgezogen werden um diese schöne Art noch lange in der Terraristik zu erhalten. Wenn sie erstmal verschwunden ist, wird es sehr schwierig und nicht auf einem legalen Wege möglich diese Art zurück in die Haltung zu bekommen. Seid also sehr verantwortungsvoll bei der Zucht von L. williamsi.




      -Pflegt eure Tiere bestmöglich und achtet auf Krankheitsanzeichen. Die Tiere dieser Art sind nicht ganz einfach zu halten. Wie bereits erwähnt, sind besonders die Weibchen während der Legeperiode sehr anfällig für Osteomalazie. Man sollte so gut es geht diesen Krankheiten vorbeugen mit einer abwechslungsreichen Ernährung, genügend Supplementierung durch Präparate und einer entsprechenden Beleuchtung. Es empfiehlt sich zudem sehr die Tiere im Sommer in Gazeterrarien raus in den Halbschatten zu stellen. Krankheitsanzeichen können sein: Eine dauerhaft dunkle Färbung, Apathie, Knochendeformationen, Essensverweigerung usw. Wenn euch etwas ungewöhnliches an eurem Gecko auffällt solltet ihr, nach Absprache mit erfahrenen Haltern, das Tier zu einem Tierarzt bringen.
      Es sollten sich nur verantwortungsvolle Halter an diese Art wagen (was sowieso bei jedem Tier die Voraussetzung sein sollte, sollte..), welche sich zuvor genügend mit der Literatur beschäftigt haben und bereit sind die nötige Zeit und Aufwand in diese Art zu stecken. Sie sollte keinesfalls durch Spontankäufe nach Hause gebracht werden.




      Nun zur möglichen CITES-Aktualisierung

      Chris Newman schrieb:

      Very Important - Please feel free to share this post.
      I had a very productive meeting with the European Commission yesterday to discuss the impact of the proposed listing on CITES I (Annex A) of the species shown below at the CITES conference. A possible outcome if they are listed as CITES I is that people who are currently keeping and breeding them may not be able to get permits to prove the animals are legal, and be able to get permits to sell future offspring. The problem is, other than Shinisaurus, which is on Appendix II (Annex B), none of the others are currently listed on CITES so proving legal acquisition is nearly imposable. Shinisaurus is now on CITES II but it was not on CITES when it was originally exported from China so this is also problematical.
      Some of the very extreme pressure (Animal Rights) groups are lobbying to stop EU CITES authorities from issuing future paperwork for these species, as they are arguing the animals were traded illegally and, therefore, permits should not be issued. This is, of course, completely untrue and none of these species entered the EU illegally. None of these species entered the EU in contravention of any EU regulations and they are, therefore, lawfully with is no legitimate reason for any management authority not to issue permits.
      A solution to this issue is for keepers of the species concerned (pictured and listed below) to register their animals with their CITES authority prior to the CITES conference in September this year. By doing this it will help to ensure you will not have any difficulties should the species be listed on CITES I later this year. If you would like to discuss this further please do not hesitate to contact me and this will be treated in the strictest of confidence, of course.
      Cnemaspis psychedelica (Psychedelic rock gecko), Lygodactylus williamsi (Turquoise dwarf gecko), Lanthanotus borneensis (Earless monitor lizards) or Shinisaurus crocodilurus (Chinese crocodile lizard)
      facebook.com/chris.newman.5264382/posts/10154353166249851

      Chris Newman (mir unbekannt) schrieb auf Facebook diesen Post, welchen ich einmal grob übersetzen werde:

      Tim Heller schrieb:

      Sehr wichtig!
      Ich hatte gestern ein sehr produktives Treffen mit der europäischen Kommission um die Auswirkungen einer vorgeschlagenen Auflistung als CITES I (Annex A) der unten gezeigten Arten an der CITES-Konferenz zu diskutieren. Falls sie als CITES gelistest werden würden, wäre es Personen, welche bereits diese Arten halten und züchten nicht mehr möglich Bewilligungen zu bekommen um die Legalität ihrer Tiere zu beweisen und zukünftige Nachzuchten zu verkaufen. Das Problem ist, dass keine der Arten momentan als CITES gelistet sind und somit ein Beweis eines legalen Erwerbes nahezu unmöglich zu beschaffen ist.
      ...
      Eine Lösung für dieses Problem wäre, wenn Halter dieser Arten ihre Tiere bei ihren CITES Behörden VOR der CITES Konferenz im September 2016 registrieren würden. Wenn sie dies tun, würde es ihnen versichern, dass sie keine Probleme hätten, wenn diese Tiere auch wirklich in den CITES-Schutzstatus erhoben werden würden..



      Falls ich Fehler gemacht habe, darf man mich gerne darauf hinweisen.
      Danke an alle die sich diesen Post durchgelesen haben. :love:
      Informationen zu sämtlichen Insekten und anderen Wirbellosen
      arthropoda.ch/
      Forum zur Haltung und Zucht von Springspinnen
      springspinnen.eu/
      Webseite über die Haltung und Zucht von Zwerggeckos
      zwerggeckos.net/

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Tim Heller ()