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Archispirostreptus Gigas (Riesentausendfüsser)

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    • Archispirostreptus Gigas (Riesentausendfüsser)

      Hallo liebe Fan

      Ich habe vor einiger Zeit begonnen, meine Terris mit Destruenten zu bestücken. Natürlich gehören dazu die weissen Asseln und Regenwürmer dazu. Vor ein paar Monaten bin ich über ein sehr interessantes Buch von Shura Sigling gestossen "Tausendfüsser" (Edition Chimaira) und als ich Haltung, Nahrung und Habitat genauer studierte, wollte ich es mit diesen spannenden Tieren in meinen Terrarien ausprobieren.
      Die ersten 2 Weibchen (3-jährig, 26 cm länge) wurden ins Nattern-Terri platziert, noch bevor die Guttatus in die Winterruhe gingen.
      Die Schlangen haben in den ersten Tagen die Gigas ziemlich intensiv beobachtet, aber dann schnell das Interesse daran verloren.
      Nach 2 Wochen Ko-Habitation sind dann die Schlangen in den Weinkühler in die Winterruhe, wo sie nun seit bald 9 Wochen ruhen.

      Die Gigas haben das Terri wirklich vollkommen unter die Lupe genommen. Häutungsreste werden sehr gerne gefressen, beim Kot bin ich noch nicht so sicher, da ich vor der WR der Guttatus einen grösseren Putz gemacht hatte. Sie klettern sehr gerne, gehen regelmässig zu den höher gelegten Schlafplätzen der Schlangen um sich dann irgendwo einzurollen und zu schlafen.

      Als Futter bekommen sie weissfaules Holz, Flechten (wird sehr gerne gefressen), faulende Blätter, aber auch Champignons, Gurke, Apfel, Birne, Peperoni (da rennen sie fast.....) , Eierschalen, auch verschmähen sie nicht ein toter Stint oder ein totes Futterinsekt. Ich reibe über das Frischfutter jeweils noch etwas Sepiaschale drauf, für den Panzeraufbau.

      Mir würde es interessieren, ob jemand von euch auch Gigas hält und wenn ja, immer in einem separaten Terri oder auch in einer Ko-Habitation? Das wäre sicher spannend zu erfahren.

      Gruss

      Judith

      spazieen.jpg

      Haut fressen.jpgHöhe.jpgGigas1.jpg
    • Hallo Judith,

      Erstmals Gratulation zum schönen Terrarium, den schönen Schlangen und dem schönen Tausendfüssler. Ich finde deine Idee super und bin mir am überlegen ob ich es dir gleich tun soll. Bis jetzt habe ich Regenwürmer, weisse Asseln und Sprungschwänze in meinem Bodengrund und so ein hübscher Tausendfüssler wäre eine schöne Bereicherung für mein Terrarium und seine Kornnattern.

      Ich bin aber noch etwas verunsichert, ob das eine Tier am anderen nicht vielleicht doch irgendwann gefallen findet und es als Snack einstuft. Dafür kenne ich mich aber noch zu wenig mit der Materie aus und müsste mich auch vor dem Erweitern meines Terrariums noch damit auseinander setzen.

      Viel Spass mit allen 3en und ich freue mich auf weitere Bilder.

      LG
      Fabian
    • Hallo Fabian

      Ich danke dir für die netten Worte. Ich sollte wohl wieder ein bisschen "Pflanzenschnitt" machen, aber solange man noch die Tiere sieht, lass ich es weiter wachsen und gedeihen...

      Weisst du, die Idee mit den Gigas kam eigentlich so:

      Ich habe ja noch einen Schmuckhornfrosch, und der frisst ja sehr gerne Grillen und Heuschrecken. Da mir aber diese Futtertiere immer Leid in ihren kleinen Böxchen mit dem Eierschalenkarton getan haben, habe ich die "Reserve"-Tiere dann spontan ins Guttatus-Terri getan. Gespannt war ich ja selber, ob die Schlangen die Insekten so aus Interesse mal ausprobieren würden. Naja, denkste, die Schrecken konnten das Terri erkunden, haben ein paar Pflanzen angeknabbert, sich gehäutet, sprich, die Schlangen schauten ab und zu interessiert zu, aber von einer Fresslust war da nie und nimmer die Rede. Und die Schrecken konnten so ein bisschen weiter wachsen, bevor sie dann "Harry" serviert worden sind.
      Zur etwa gleichen Zeit bin ich per Zufall über das Buch von Shura Sigling gestossen und da wollte ich es mit den Gigas ausprobieren. Es würde auch mit kleinerem Arten gehen, denke ich, es passt meinen Guttatus einfach überhaupt nicht ins Futterschema.

      Wo ich noch nicht ganz sicher bin, ob ich es auch im Constrictor Terri ausprobieren soll. Da hätte ich einfach Angst, dass die Boas die Füssler zerquetschen würden vom Gewicht her. Das ist meine einzige Angst, denn fressen würden sie die Füssler nicht. Aber da die Boas vorallem in der oberen Etage verdauen und sich sonnen, könnte es funktionnieren. Ich werde schauen und darüber nachdenken.

      Uebrigens war ich vor ein paar Tagen im Basler Zoo hinter den Kulissen, und da wird z.B. im Corallus Hortulanus Terri eine Cohabitation mit Dendrobaten gemacht, sehr erfolgreich. Der adulten Boa sind die Frösche zu klein und die Quakis fühlen sich so auch nicht gestresst. Ich muss sagen, dass das Terri natürlich sehr gross ist, ein Hammer-Terri, daher auch genügend Platz und Rückzugsmöglichkeiten für alle.