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Angepinnt Umzug mit Reptilien in die USA

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    • Umzug mit Reptilien in die USA

      Hallo zusammen,

      Gleich vorneweg: das Tier bleibt schlussendlich in der Schweiz und wurde nicht mitgenommen.
      Aber da ich die Infos bereits eingeholt habe, kann ich sie auch hier zur Verfügung stellen. Vielleicht hilft's ja jemandem der einer ähnlicher Situation steckt
      sich im Behörden-Dschungel zurechtzufinden.
      Es handelte sich um einen Leopardgecko.

      Der Flug:
      Nicht jede Airline transportiert Tiere in der Kabine oder im Gepäckraum. Das muss unbedingt direkt mit der Airline abgeklärt werden!
      Die Swiss (Stand: 10.2.17) transportiert in der Kabine nur Hunde und Katzen bis 8kg. Im Gepäckraum des Fliegers dürfen nur Katzen, Hunde, Kaninchen und Hasen mitreisen.
      Swiss akzeptiert keine anderen Tiere im Gepäckraum.
      Reptilien jeder Art fliegen somit als Frachtgut, was über die Cargo-Abteilung der Swiss geregelt werden muss. Und da gibt es auch wieder spezielle Bestimmungen bezüglich Transportbehälter.
      ACHTUNG: Cargo kann bedeuten, dass das Tier nicht im gleichen Flieger ist. Ergo: abklären!

      Die US-Behörden:
      Da wird's kompliziert, da es verschiedene Behörden gibt mit unterschiedlichen Zuständigkeiten und Bestimmungen.
      • CDC: "CDC does not regulate snakes or lizards, but does limit imports of small turtles, tortoises and terrapins and their viable eggs." Interessieren sich also nur für Schildkröten (aufgrund potentieller Salmonellenübertragung auf Kinder).
      • US Fish and Wildlife Services: Bewilligungen für CITES-gelistete Arten gibts hier auf der Website. Einschränkungen gibts auch für invasive Arten. Für den Import ist eine Deklaration nötig: wildlife declaration form (edecs.fws.gov). Haben an den grossen Flughäfen entsprechende Stellen: Designated ports. Entsprechende Stelle direkt kontaktieren, dann kriegt man eine Anleitung, was zu tun ist. Ankunft muss mittels Formular 48h im Voraus angekündigt werden. Das Formular wird einem per Mail zugestellt bei Anfrage.
      • USDA Vet Services: Folgende Tiere dürfen nicht in die USA eingeführt werden: Leopard tortoise (Geochelone pardalis), African spurred tortoise (Geochelone sulcata), Bell's hingeback tortoise (Kinixys belliana).
        Je nach Staat in den USA gelten zusätzliche Bestimmungen wie zum Beispiel ein Gesundheitszeugnis ausgestellt im Ursprungsland. Infos auf der Website.
      • Der Vollständigkeit halber: Je nach Einfuhrgut (Tierische Produkte o.ä.) kommen noch US Customs and Border Protection und US Food and Drug Administration dazu.


      Zusammengefasst hätte ich für den Import eines Leopardgeckos benötigt:
      1. Transport als Cargo durch die Swiss oder andere Airline in bewilligtem Transportbehälter
      2. Wildlife declaration form
      3. Ankunftsmeldung an Fish and Wildlife Service am Zielflughafen
      4. Certificate of Veterinary Inspection als zusätzliche Bestimmung des Staates.
      Das dient als Hilfe, ich rate jedem sich bei den entsprechenden Stellen zu informieren. Die Adressen stehen oben.

      Beste Grüsse
      Christoph
      Beste Grüsse
      Christoph
    • hi Christoph

      Ja, diesen Papierkrieg und vorallem Termindruck kennd ich nur zu Gute, habe lange im Ausland gelebt und die Tiere (allerdings "nur" Katzen und Hunde) sind immer mit uns mitgekommen, wenn es möglich war, alle Formulare, Termine, Chip hier, Chip da, Impfungen usw. Zu händeln....
      Günstig war es nie. Mit Wildtieren kann es auch komplizierter werden, dafür brauchen die Tiere je nach dem auch weniger Platz im Frachrraum und sind leichter im Gewicht.
      Als Beispiel: Schweiz-Namibia für 2 erwachsenen Katzen hat uns ca. Chf 1'000.- gekostet mit allen Gebühren, Impfungen, Fracht etc.
      Namibia-Schweiz mit den gleichen Katzen hat uns dann zwar etwas weniger geldmässig gekostet, dafür einige grauen Haare....

      Für mich war klar, dass ich die Mietzen überall mitnehmen würde, die Fische wurden vor dfm Abflug gut plaziert
    • Hallo,

      Abgesehen von den Transportkosten (nicht abgeklärt), hätte die Inspektion durch die US Fish & Wildlife Services 93 $ gekostet (Living, non-protected, non commercial).
      Das Gesundheitszertifikat gäbe es aber sicher auch nicht umsonst (Schätzung für einmal draufschauen: 100$ oder CHF).

      Ich würde also grob mit um die 200 CHF rechnen für den Papierkram plus dann noch die Frachtkosten und Transportbehälter. Hängt aber auch von der Anzahl der Tiere ab. Wobei bei mehreren Tieren die Kosten pro Tier sinken, da gewisse Dinge nur einmal kosten.
      Beste Grüsse
      Christoph

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Christoph Kenel ()