Frostnager.ch

Wie füttert ihr eure Schlangen?

    • Wie füttert ihr eure Schlangen?

      Hallo zusammen

      Ich stelle mich gerne kurz vor, ich heisse Sacha komme aus der Nähe von Zürich und bin schon seit ich ein kleines Kind war von Schlangen fasziniert.
      Mit 14 Jahren konnte ich mir dann den Traum einer eigenen Schlange erfüllen und bin seither stolzer Besitzer einer Roten Regenbogenboa (epicrates cenchria cenchria). In den letzten 13 Jahren sind noch zwei graugebänderte Königsnattern (Lampropeltis alterna) eine weitere rote Regenbogenboa und zwei Königspythons (Python regius) hinzugekommen.

      Ich bin gegenwärtig in meinem Studium der Politikwissenschaften. Da ich die Möglichkeit hatte für meine Bachelorarbeit ein Thema frei wählen zu können, habe ich mich für ein Thema entschieden, das mit Schlangen zu tun hat.

      Ich beschäftige mich in meiner Bachelorarbeit mit den Tierschutzgesetz-Artikeln, die auf die Fütterung von Schlangen angewendet werden. Da aber über die Art und Weise, wie Schlangen in der Schweiz gefüttert werden, bis jetzt keine konkreten Zahlen vorliegen, habe ich eine kurze Umfrage erstellt (3-5min), mit deren Hilfe ich möglichst viele Schweizer Schlangenhalter befragen möchte.

      umfrageonline.ch/s/Schlangen

      Die Daten werden anonym erfasst und ausschliesslich zum Zweck der wissenschaftlichen Überprüfung von Hypothesen zum Thema Schlangenfütterung verwendet. Die E-Mail Adresse kann bei Interesse am Thema am Ende der Umfrage hinterlassen werden. Die E-Mail Adressen dienen lediglich zum Versand der fertigen Bachelorarbeit und einer Zusammenfassung der Arbeit, sie werden nicht an Dritte weitergeben oder für andere Zwecke gebraucht.

      Ich hoffe, euer Interesse geweckt zu haben und dass ihr an meiner Umfrage teilnehmt. :)

      Danke im voraus und liebe Grüsse
      Sacha
      Anonyme Umfrage für meine Bachelorarbeit zum Thema Schlangenfütterung

      umfrageonline.ch/s/Schlangen

      Ich bin für jeden Teilnehmer dankbar :)
    • Ein heikles Thema. Gemäss Tierschutzgesetz ist zum Töten von Futtertieren ein Sachkundenachweis zur korrekten Tötung der Tiere Pflicht. Und da ran zu kommen ist meines Wissens nicht ganz ohne. Es sind zudem nur ganz ganz wenige Tötungsarten erlaubt (Tötung durch Genickbruch ist z.B. verboten und die erlaubten Techniken sind nur sehr aufwendig umzusetzen). Man möge mich bitte korrigieren, falls ich mit den letzten zwei Aussagen falsch liege. Weiter darf nur lebend gefüttert werden, wenn es keinen anderen Weg gibt, das Tier zum Fressen zu bewegen. Dazu muss das Verfüttern von lebenden Futtertieren schriftlich begründet werden.

      Viele Halter halten deshalb ihre Futtertierzucht geheim...

      Ich hatte bisher nur Ahaetulla ssp, welche mit lebenden Echsen gefüttert wurden. Dies musste ich dann beim Kantonalen Vet-Amt schriftlich begründen.

      Gruss
      Chrigu
    • Ich habe mich im Verlauf meiner Arbeit, mit den Deutschschweizern Ämtern in Verbindung gesetzt und nach dem Vorgehen für eine "Lizenz" zum Lebendfüttern gefragt.
      Ausser dem Kanton Graubünden der ein festes Verfahren hat, ist es in den mir bisher bekannten Kantonen überall nur mit Einzelfallprüfung, teilweise mit kostenpflichtigem Gutachten eines Experten möglich eine "Lizenz" für genau 1 Tier zu bekommen.

      @Christoph Rothenbühler laut dem Veterinärdienst des Kanton Aargau ist seit 01.03.2018 ein neues Gesetz in Kraft in dem dieser bisher sehr schwammige Paragraf mit dem töten der Futtertiere etwas konkretisiert wird. Nun muss man das töten von einer Fachperson lernen und auch in einer gewissen Häufigkeit ausüben um es weiterhin legal ausüben zu können.

      @Luca Tescari Mir wurde Mal im Qualipet gesagt ich müsse zum Tierarzt gehen und eine Bestätigung holen. Im Kanton Zürich reicht das aber nicht.
      Anonyme Umfrage für meine Bachelorarbeit zum Thema Schlangenfütterung

      umfrageonline.ch/s/Schlangen

      Ich bin für jeden Teilnehmer dankbar :)
    • laut dem Veterinärdienst des Kanton Aargau ist seit 01.03.2018 ein neues Gesetz in Kraft in dem dieser bisher sehr schwammige Paragraf mit dem töten der Futtertiere etwas konkretisiert wird. Nun muss man das töten von einer Fachperson lernen und auch in einer gewissen Häufigkeit ausüben um es weiterhin legal ausüben zu können.

      Was ja eben einem SKN gleichkommt. Wird den nun auch konkret erwähnt, welche Tötungsarten legal sind?
      Muss mir das neue Gesetz mal durchlesen, danke für den Hinweis.
    • Hallo Sacha,

      Habe die Tage Deine Umfrage ausgefüllt - viel Erfolg bei Deiner Arbeit.

      Zum Thema an sich, es ist ja wirklich heikel und manch einer befindet sich dadurch in einer Grauzone...

      Interessant ist es vor allem wenn ich mich mit Leuten unterhalte, welche mit dem Hobby gar nichts am Hut haben. Wenn dann das Füttern zur Sprache kommt und das "stimmt es dass in der Schweiz nicht lebend gefüttert werden darf gem. Gesetz?" dann kommt meistens der fragende Blick nach meiner Erklärung. Auf der einen Seite dürfen die Mäuse / Ratten nicht lebendig verfüttert werden und auf der anderen Seite dürfen sie aber auch nicht (von jedermann) abgetötet werden. Also was jetzt? Wenn man sich somit wirklich gesetzeskonform verhalten möchte, dann ist man praktisch gezwungen auf Frostfutter auszuweichen / umzustellen, aber das kann es ja nicht sein.

      Welche Tötungsarten nun legal sind und welche nicht da streiten sich ja auch die Geister und Tötungsanleitungen zu posten ist ja nicht erlaubt...

      Speziell finde dass Christoph das Verfüttern von lebendigen Echsen begründen musste. Ich dachte das betrifft lediglich Mäuse und Ratten. Wie ist es dann bei Fischen? Hatte schon kleine Ahaetulla und Rhynchophis welche ich zu Beginn mit lebendigen Fischen aufgezogen habe. Wären die Fische tot gewesen bin ich überzeugt dass dies nicht funktioniert hätte, da die Tiere doch sehr optisch auf das Futter reagierten. Das wird ja auch bei den Echsen der Punkt gewesen sein.

      Gruss Michi
    • Hallo Michael

      dann ist man praktisch gezwungen auf Frostfutter auszuweichen / umzustellen, aber das kann es ja nicht sein.
      Genau so ist es aber. Ich kann jedoch nur für den Kanton Solothurn sprechen. Ich hatte gerade gestern den Kantonstierarzt bei mir, welcher meine Haltung zwecks Verlängerung der HB kontrolliert hat. Natürlich habe ich ihn dann auch gleich auf das Thema angesprochen. Er handhabt es so, dass es für eine "frischtot" Fütterung einen SKN braucht. Getötet werden darf jedoch nur noch mit Betäubung und anschliessendem Ausbluten der Tiere (Strecken ist nicht mehr erlaubt). Darauf angesprochen, dass dies in einer Privathaltung praktisch nicht umsetzbar sei, stimmte er mir zwar zu, betonte jedoch, dass er sich nach dem TschG zu richten habe. Tiere, welche also kein Totfutter annehmen, können nach schriftlicher Begründung lebend gefüttert werden. Alle anderen Tiere sind mit Totfutter (nach Tötung gemäss TschG) zu füttern.

      Die von Dir angesprochene Grauzone trifft den Nagel somit wirklich auf den Kopf.

      Was ich allerdings etwas befremdlich finde, ist, dass auf der Webseite des Bundes immer noch das TschG vom 01. Mai 2017 in Kraft ist und ich keine Infos zum TschG vom 01. März 2018 finde. Auch der Tierarzt meinte, dass er bisher nur den Vorabzug des neuen Gesetztes erhalten habe. Ich meine, wenn nicht einmal die Zuständigen der Kantone im Bilde sind, wie sollen sich denn die Privathalter informieren...

      Gruss
      Chrigu
    • Hallo Michi, danke Dir viel mal für deine Hilfe. :)
      Es muss nicht nur für Mäuse und Ratten begründet werden jedes Wirbeltier, jedes Krebstiere und jeder Kopffüsser fällt unter das Tierschutzgesetz. Deshalb ist es schon verboten den überzähligen Guppynachwuchs zu verfüttern. Klar ist dies nicht zu kontrollieren aber es ist ein Verstoss. Im Aquarium kann man noch argumentieren, dass der verfütterte Guppy in einem für ihn artgerechten "Gehege" gehalten wurde und das er Versteckmöglichkeiten hatte usw. dann ist es quasi "wie in der Natur", aber wenn Du sie aus dem Becken nimmst und verfütterst dann wäre das eine Straftat, Du müsstest die Fische erst töten (auch wenn das bei einem Guppy wohl kaum möglich ist).
      Die Grenze ist erst bei Insekten, diese sind nicht geschützt, da darf ich dann alles machen.

      Hallo Chrigu

      Mir wurde vom Kanton Solothurn noch gesagt, dass ein Spezialist beigezogen werden müsse. Der muss dann das ganze bestätigen falls er die Schlange auch nicht mit Frostfutter füttern kann.

      Das gleiche habe ich auch mitbekommen, die Informationen zum neuen Gesetz scheinen noch nicht einmal bei den Ämtern zu sein.

      Gruss
      Sacha
      Anonyme Umfrage für meine Bachelorarbeit zum Thema Schlangenfütterung

      umfrageonline.ch/s/Schlangen

      Ich bin für jeden Teilnehmer dankbar :)
    • Sacha Bächli schrieb:

      Mir wurde vom Kanton Solothurn noch gesagt, dass ein Spezialist beigezogen werden müsse. Der muss dann das ganze bestätigen falls er die Schlange auch nicht mit Frostfutter füttern kann.
      Puh, das wäre heftig. Gut, ich habe eh nicht vor eine Futterzucht aufzuziehen. Falls es mal wieder dazu kommen sollte, dass ich lebend verfüttern muss, werde ich dies wieder schriftlich begründen und dann sehen, ob ein "Spezialist" beigezogen werden muss :)
    • Hallo zusammen,

      Christoph Rothenbühler schrieb:

      Er handhabt es so, dass es für eine "frischtot" Fütterung einen SKN braucht. Getötet werden darf jedoch nur noch mit Betäubung und anschliessendem Ausbluten der Tiere (Strecken ist nicht mehr erlaubt).
      Unglaublich, hoffe wirklich dass es da noch einen Spielraum gibt! Soll ich dann meinen Schlangen "blutleere" Mäuse/Ratten verfüttern? Was ist mit frisch geborenen und kleinen Mäusen/Ratten, wie sollen diese ausbluten? Gem. TschG soll ich meine Tiere ja auch artgerecht füttern, wie artgerecht sind denn solche "blutleeren" Mäuse/Ratten? Natürlich ist das in der Privathaltung nicht praktizierbar, wie auch?! Der gesetzeskonforme Weg führt ja dann eben wirklich nur noch übers Frostfutter, das grenzt ja dann schon fast an eine Bevormundung.

      Jetzt mal abwarten bis die aktuelle Version verfügbar ist, ändern kann man daran ja eh nichts mehr.

      Werde das dann ggf. auch mal noch bei meinem Kantonstierarzt / Kontrolleur zwecks HB hier im Kanton Schaffhausen abfragen. Beim letzten Termin war das überhaupt kein Problem, dieser ist aber schon eine Zeit her.

      Wie sich das dann bei anderen Futtertieren verhält ist mir auch ein Rätsel und wieso Insekten dann wieder ausgenommen werden verstehe ich auch nicht. Habe aber auch keine Futterspezialisten mehr, gibt nur noch Mäuse und Ratten, also muss ich mir dazu zumindest nicht den Kopf zerbrechen.

      Das mit dem Spezialisten der abklärt ob eine Schlange tot frisst oder nicht finde ich auch etwas speziell. Also er kommt vorbei, hält der Schlange eine aufgetaute Maus / Ratte hin und wenn die Schlange nicht frisst dann bekommt man die Bewilligung? Oder prüft er noch ob Paarungszeit ist, Trächtigkeit, das Tier in der Häutung, etc.. Gibt ja verschiedene Aspekte zu beachten, das kann man ja nicht mit einem Besuch 100% bestätigen / verneinen. Oder kommt er mehrmals und man bezahlt dann auch jedes Mal dafür? Wenn eine Schlange kein Frostfutter annimmt dann füttere ich ja nicht zum Spass lebendig, wäre ja ein Leichtes einfach noch eine zusätzlichen Maus / Ratte aufzutauen anstatt in der Weltgeschichte rumzufahren um Lebendfutter zu organisieren..

      Gruss Michi
    • Hallo Michi

      Sehe ich genau so. Blutleere Futtertiere... ne tolle Idee, vielen Dank dafür :rolleyes:
      Ich hoffe auch, dass die Kontrolleure mit einem gewissen Mass an Menschenverstand an die Sache herangehen. Möglich wird dies aber ganz klar nur dann sein, wenn es der Prüfer nicht so genau nimmt und sich nicht zu 100% an das TschG hält. Eine andere Möglichkeit sehe ich momentan leider nicht. Ich warte auch noch auf die aktuelle Fassung.
      Wie gesagt füttere ich sowieso mit Frostfutter und müsste nur für Ausnahmen lebend füttern. Trotzdem werden einem die Hände immer wie mehr gebunden. Bevormundung triffts genau...

      Gruss
      Chrigu
    • Hallo

      Ich halte ja keine Schlangen, habe mich aber schon mehrfach gefragt wie das bei Giftschlangen ist.
      In der Natur wird ja das Beutetier durch den Giftbiss getötet, das Gift ist ja ein Cocktail aus vielen unterschiedlichen Stoffen.
      Zum teil sind das ja auch Enzyme.... die verdauend wirken.....
      Ist da eine Fütterung mit Toten Futtertieren da überhaupt artgerecht? Oder kann das auf dauer sogar schädlich sein?
    • Pius Feierabend schrieb:

      Hallo

      Ich halte ja keine Schlangen, habe mich aber schon mehrfach gefragt wie das bei Giftschlangen ist.
      In der Natur wird ja das Beutetier durch den Giftbiss getötet, das Gift ist ja ein Cocktail aus vielen unterschiedlichen Stoffen.
      Zum teil sind das ja auch Enzyme.... die verdauend wirken.....
      Ist da eine Fütterung mit Toten Futtertieren da überhaupt artgerecht? Oder kann das auf dauer sogar schädlich sein?
      Ein nicht zu vernachlässigender Punkt wie ich finde ;)
      Man wird allerdings mit diesem Argument ziemlich sicher auf taube Ohren bei den verantwortlich Stellen treffen.
      Reptilien haben nicht dieselbe Lobby im Bewusstsein der Menschen wie niedliche Fellträger.
      Solange hier nicht der Predator und Futtertier in ihren Bedürfnissen gleichgestellt werden, solange wird man in dieser Frage als Reptilienhalter immer hinten anstehen.Leider :thumbdown:
      Weitere Hypothese:
      Ich möchte eine Ausnahmebedingung für Lebendfütterung erhalten.Die sogenannten "Experten" erteilen mir diese Erlaubniss nicht und jetzt verhungert mir was auch immer ich im Terrarium.
      Wer ist da jetzt zur Verantwortung zu ziehen?
      Der Experte? Das Amt?
      Oder bin dann doch am Ende ich als Halter noch irgendwie schuld?
      Beste Grüsse Martin
    • Ich füttere alle meine Tiere mit Frostfutter, eigentlich schon immer (bis auf die erwähnten Ausnahmen und ein paar Babyratten). Ich selbst glaube nicht, dass das Verfüttern von Frostfutter den Tieren schadet. Die Tiere werden frisch eingefroren und aus meiner Sicht gehen dabei keine Nährstoffe verloren. Zudem schnappen meine Tiere genau so bestimmt nach Frostfutter wie auch nach dem Lebenden (ab und zu hatte ich mal lebende Babyratten im Zoofachhandel gekauft). Ich glaube nicht, dass die Tiere einen Unterschied bemerken. Oft kann beobachtet werden wie die Schlangen genauso Gift in Frostfutter initiieren (man sieht Gifttropfen auf dem Fell der Futtertiere).

      Das ist nur meine eigene Meinung und ich habe auch nicht medizinisch recherchiert.

      Chrigu
    • Hoi

      ich gebe jetzt auch mal mein Senf dazu :) Es ist doch höchstwahrscheinlich so das derjenige der Lebend verfüttert sicher nicht hier schreit !! Das wird einfach gemacht ohne gross Alarm zu machen .
      Es ist auch verboten zu schnell zu fahren und doch ist das eine der besten Einnahmequellen hier .
      Wo es keinen Kläger gibt auch kein Richter . Der Reptilien Hype ist durch immer weniger Leute die ernsthaft dieses wunderbare Hobby mit Leidenschaft betreiben .

      Deshalb denke ich für den es notwendig ist tut es einfach ohne es zu publizieren :D

      Ich habe Teppiche die würden auch ein Hühnerbein verschlingen somit immer Frostfutter
      Wir sparen ;) Koste es was es wolle :D
    • Naja, es müsste ja von Amtes wegen bereits hinterfragt werden wenn eine Futtertierzucht kontrolliert wird. Bereits das Kontrollieren der Futtertierzucht würde doch unweigerlich zu der Frage führen, ob denn ein SKN für die Tötung der Tiere vorliegt. Wenn jemand eine Zucht betreibt (und diese auch kontrollieren lässt) gibt es ja nur die Möglichkeit frisch-tot oder lebend zu verfüttern.

      Deshalb habe ich bereits in meinem ersten Posting geschrieben, dass die "anderen" Halter das im Geheimen machen...
    • Hallo zusammen

      Auch ich habe nun die Zeit gefunden an der Umfrage teilzunehmen.

      Ich finde dies ein sehr spannendes und weitreichendes Thema. Klar stellt sich immer wieder die Frage für wen der Fütterungsakt "artgerecht" sein soll und dann schiessen mir viele andere Beispiele ausserhalb der Reptilienwelt in en Kopf.

      Ich bin nicht ganz davon überzeugt, dass es hier rein darum geht, dass Reptilien benachteiligt werden und alles was Fell hat, um einiges mehr Rechte geniesst. Der arme Tiger in irgend einem Zoo, muss sich ja auch mit einem Fleischmocken zufrieden geben und darf seine Beute nicht selbst erlegen. Der Tiger ist ja auch ein niedliches Felltier und hat trotzdem kein Recht, seinem Jagdtrieb nachzugehen.

      Ich sehe das eher so wie @Martin Vögeli geschrieben hat, dass es um die Beziehung zwischen Predator und Beutetier geht und das wollen sie für Tiere in Gefangenschaft (und nur in Gefangenschaft) unbedingt geregelt haben. Eine Maus welche durch eine Katze draussen im Garten drangsaliert, als Spielzeug angesehen und am Schluss dann brutal getötet wurde, hatte warscheinlich einen schlimmeren Tod als eine Maus welche von einer Schlange, mit kurzem Prozess, erlegt wurde. Aber das spielt hier einfach keine Rolle. Hauptsache man kann in unseren burokratischen Schweiz, für noch mehr Papierkrieg sorgen.

      Ein Wolf darf meine gesamte Schaf- und Ziegenherde überfallen, alle Tiere zerbeissen und töten und das wird als "artgerecht" angesehen. Dann wird es doch wohl nicht so schlimm sein, wenn eine Maus ihr Ende in einem Terrarium unter, nach meiner persönlichen Meinung, doch sehr humanen Bedingungen findet. Was ich damit sagen will ist, dass wenn man das grosse Ganze anschaut, die verschiedenen Regelungen den Tieren nicht gerecht werden. Die Relation zu den Tierschutzbestimmungen zwischen den verschiedenen Tierarten ist einfach nicht vernünftig.

      Ich füttere alle meine Schlangen mit Frostnager, weil es das Gesetz so vorschreibt und ich bin durchaus dankbar, dass all meine Tiere diese Fütterungsart gut akzeptieren. Ein Tier verhungern zu lassen, nur weil das Gesetz nichts anderes erlaubt, ist mir zum Glück erspart geblieben.
      Gruss,

      Manuela

      ———————

      Ich werde nie verstehen, warum man immer als böse gilt, wenn man nur ehrlich und direkt ist.